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Zwischen Comedy und Aufklärung: «Checkst Du?!» thematisiert Snus auf Social Media

  • Autorenbild: House of Influence GmbH Die Influencer-Marketing Agentur
    House of Influence GmbH Die Influencer-Marketing Agentur
  • 15. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Juni


Auch dieses Jahr setzte die Influencer-Marketing-Agentur House of Influence gemeinsam mit Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern eine kantonsübergreifende Präventionskampagne rund um den Welttag ohne Tabak um. Die diesjährige Kampagne lief erstmals unter dem neuen Namen «CheckstDu?!» und stellte ein Thema ins Zentrum, das Jugendliche zunehmend beschäftigt: Snus und Nicotine Pouches. Auftraggeberin der Kampagne waren 14 Deutschschweizer Kantone.


Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere Vapes thematisiert wurden, richtete sich der Fokus der Präventionskampagne 2026 auf die oft unterschätzten Nikotinbeutel. Ziel war es, Kinder und Jugendliche dort zu erreichen, wo sie sich täglich bewegen: auf TikTok, Instagram und Snapchat. Sieben Influencer:innen aus den Bereichen Comedy, Lifestyle und Sport klärten ihre Communitys über die Risiken von Snus auf – authentisch, humorvoll und ohne moralischen Zeigefinger.

 

Snus und Nicotine Pouches gelten bei Jugendlichen zunehmend als unauffällige «Trenddroge». Da sie weder Rauch noch Dampf erzeugen, können sie nahezu überall konsumiert werden, oft unbemerkt im Schulalltag oder in der Freizeit. Trotz Verkaufsverbot an Minderjährige konsumieren viele Jugendliche die Produkte weiterhin, da sie leicht zugänglich bleiben. Besonders problematisch: Die oft hohen Nikotinmengen können, gerade bei jungen Menschen, schnell abhängig machen.

 

Um Jugendliche für diese Risiken zu sensibilisieren, reicht klassische Präventionskommunikation jedoch oft nicht aus. Die grösste Herausforderung liegt zudem in der Art der Ansprache: Junge Menschen reagieren sensibel auf belehrende Kommunikation, insbesondere auf Social Media. Genau hier setzte House of Influence gemeinsam mit Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern an.

 

Sie wählten sieben Creator:innen, die eine junge Zielgruppe glaubwürdig erreichen und ernste Themen mit Unterhaltung verbinden können. Statt klassische Aufklärungsvideos zu produzieren, entstanden humorvolle Sketches und Alltagssituationen mit hohem Wiedererkennungswert. So veröffentlichte der Influencer @medojx_ einen Sketch zum Thema «Die Leute, die Snus nehmen». Darin wird eine Unterhaltung immer wieder unterbrochen, weil eine Person ständig neuen Snus einnehmen muss. Der Humor macht die Botschaft verständlich: Snus wirkt nicht cool, sondern schnell zwanghaft und unangenehm.

 

Auch @alitschiiiii macht in ihrem Sketch «Die eine Snus-abhängige Person» mit überspitzten Szenen deutlich, wie sich eine Abhängigkeit im Alltag bemerkbar machen kann und zeigt damit die möglichen Gefahren des Konsums auf. Und @abiilash inszenierte eine Pausenhof-Situation, um die oft unterschätzte Suchtgefahr sichtbar zu machen.

 

«Wir wollten keine Kampagne machen, die Jugendlichen erklärt, was sie tun oder lassen sollen. Unser Ziel war es, Inhalte zu schaffen, die sich organisch in ihre Social-Media-Welt einfügen: humorvoll, relevant und teilbar. Genau dadurch entstehen Diskussionen und Sichtbarkeit für ein Thema, das sonst oft verharmlost wird», erklärt Elvira Diez, Projektleiterin bei House of Influence.

 

Die Kampagne erzielte bisher organisch über 810’000 Videoaufrufe auf TikTok, Instagram und Snapchat zusammen. Noch aussagekräftiger als die Reichweite fällt jedoch die durchschnittliche Wiedergabedauer aus: Mit 18 Sekunden bricht diese sämtliche Rekorde. Gerade bei Präventionsthemen ist diese Kennzahl besonders relevant. Denn gesellschaftlich wichtige Botschaften benötigen Aufmerksamkeit und Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Die extrem hohe durchschnittliche Wiedergabedauer zeigt, dass Influencer:innen nicht nur Reichweite generieren, sondern auch die Zeit schaffen können, die es für die Vermittlung wichtiger Botschaften braucht.

 

«Genau deshalb wird die Kampagne bereits zum dritten Mal durchgeführt: Weil wir das Gefühl haben, damit die Kinder und Jugendlichen wirklich zu erreichen – in ihrer Lebenswelt und in ihrer Sprache», erklärt Michaela Christ, Projektleiterin bei Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern.

 

Die Kampagne «CheckstDu?!» zeigt exemplarisch, wie moderne Präventionsarbeit heute funktionieren kann: nicht über Verbote oder Abschreckung, sondern über relevante Inhalte innerhalb der Lebenswelt junger Menschen. Influencer-Marketing wird damit nicht nur zum Werbeinstrument, sondern auch zu einem wirkungsvollen Kanal für gesellschaftlich relevante Themen. Denn gerade bei sensiblen Themen wie Nikotinkonsum entscheidet nicht nur die Botschaft über den Erfolg, sondern vor allem, wer sie erzählt und wie sie vermittelt wird.

 


Links zu ausgewählten Beiträgen:

 


Credits

Verantwortlich bei House of Influence: Elvira Diez (Gesamtverantwortung), Tanja Herrmann (Strategie)

Verantwortlich bei Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern: Michaela Christ (Projektleitung)

1 Kommentar


okebema314
28. Juni

Die Kampagne «CheckstDu?!» bietet einen interessanten Ansatz zur Prävention von Nikotinkonsum unter Jugendlichen. Indem die Inhalte in sozialen Medien platziert werden, gelingt es, den Jugendlichen relevante Informationen auf eine ansprechende Weise zu vermitteln. Es stellt sich jedoch die Frage, ob der Humor und die Leichtigkeit tatsächlich die nötige Tiefe erreichen, um die Gefahren richtig einzuschätzen. Es gibt Hinweise, dass nicht jeder Einfluss von außen, selbst wenn er unterhaltsam ist, die notwendige kritische Reflexion anregt – ähnlich wie im casino roobet kann es auch hier zu einer Verharmlosung kommen.

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